Loading
Jul 25, 2018

Werkforum 2018

Auch in diesem Jahr präsentiert der Verein Kunst:Projekt e.V. Nidda-Bad Salzhausen im Rahmen eines „Werkforums“ die Installation neuer Skulpturen von 5 Bildhauerinnen und Bildhauern.

Die Kunstwerke sind im Skulpturenpark des oberen Kurparks zu betrachten. Sie werden dort über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr installiert sein und den Skulpturenpark Bad Salzhausens erweitern.

Parallel zum „Werkforum“ findet im Parksaal eine Werkschau mit kleineren und größeren skulpturalen Werken derselben Künstler statt. Die Ausstellung ist in der Zeit von Sonntag, den 26. August bis Samstag, den 1. September für interessierte Besucherinnen und Besucher jeweils täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Künstlerinnen und Künstler des diesjährigen Werkforums stehen mit ihren ausgestellten Arbeiten einmal mehr für unterschiedliche aktuelle Ansätze im Bereich von Plastik und Skulptur.

Die am Niederrhein lebende Künstlerin Anne Thoss verfolgt einen eher konzeptuellen Ansatz in ihren Arbeiten, da ihre Werke den geistigen Prozess einer kritischen Auseinandersetzung und reflektierten Aufarbeitung aktueller politischer und gesellschaftlicher Themen visualisieren. Ihre Objekte beziehen dabei häufig gefundenes oder gesammeltes Material collageartig mit ein.

Der Schweizer Künstler Beat Breitenstein bedient sich einer auf Grundlegendes reduzierten minimalistischen Formensprache. Dabei vertraut er auf den besonderen Reiz der verwendeten Materialien und deren eigener Ästhetik. Im Rahmen des Werkforums 2018 wird Beat Breitenstein schon vom 21. August an, also vier Tage vor der Vernissage, anwesend sein und im oberen Kurpark eine speziell für Bad Salzhausen konzipierte Landart-Arbeit realisieren. Besucher, die den Entstehensprozess der Arbeit vor Ort verfolgen möchten, sind herzlich dazu eingeladen.

Christiane Erdmann aus Wiesbaden arbeitet figürlich. Ihre aus Holz gefertigten und farblich akzentuierten Skulpturen stellen in der Mehrzahl Frauen dar, die zwar in alltäglichen Situationen gezeigt werden, die aber metaphorisch für die Komödie wie die Tragödie des menschlichen Lebens stehen und daher als moderne Heldinnen bezeichnet werden können.

Gabriele von Lutzau, in Michelstadt im Odenwald lebend und arbeitend, geht es mit ihrem skulpturalen Werk darum, Zeichen zu setzen. Ihre Arbeit ist geprägt von der Auseinandersetzung mit der Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens angesichts zuweilen übermächtig erscheinender Gewalt und dem unbedingten Willen zu überleben. Daraus entstehen beeindruckende ästhetische Zeugnisse vitaler Kraft und Energie.

Das Werk der Holzbildhauerin Martina Kreitmeier aus Altfraunhofen bei Landshut weist eine große Bandbreite auf. Es reicht von der naturalistischen Darstellung des menschlichen Körpers bis zu abstrakten Arbeiten, deren Thema vordringlich die Beziehung der Einzelformen mit ihren spezifischen Wirkungsqualitäten zur Form als Gesamtes darstellt.

Mit einer Vernissage und Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vereins Matthias Weidmann sowie einem Vertreter des Magistrats der Stadt Nidda wird am Samstag, dem 25. August um 18 Uhr das „Werkforum“ und die Ausstellung eröffnet.

Dazu lädt Kunst:Projekt alle interessierten Besucherinnen und Besucher herzlich ein und führt die ausgestellten neuen Werke in einem Rundgang durch den Park vor. Die Künstlerinnen und Künstler sind vor Ort und erläutern gerne ihre Arbeiten. Anschließend können alle weiteren Skulpturen der fünf „Werkforum“-Teilnehmer bei der Ausstellungseröffnung im Parksaal betrachtet werden.

Musikalisch begleitet wird die Vernissageveranstaltung von der in der Region bekannten Band „Dolphins and Stars“ um den Niddaer Gitarrrenvirtuosen Olaf Thurau, dieses Mal orchestral verstärkt durch Streicher von „MUSICA-Nidda“.

Am Sonntag, den 26. August findet im Parksaal um 11 Uhr ein sogenanntes Werkstattgespräch statt, in dem die ausgestellten Werke der Künstlerinnen und Künstlern  besprochen werden sollen, was aber auch der Auseinandersetzung mit Positionen der zeitgenössischen Kunst im Allgemeinen Raum bietet.

Die Projekte werden unter anderen von der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG und stehen in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Nidda.